Der Titel-Dreikampf bestimmt das sportliche Geschehen in der DTM, für die Schlagzeilen sorgt derzeit allerdings ein anderer Audi-Pilot: Ferdinand Habsburg, der in Zolder aufblüht wie nie zuvor und nach seinem ersten Podestplatz am folgenden Sonntagvormittag die erste Pole Position seiner jungen DTM-Karriere folgen ließ.

Habsburg war schon in den letzten Wochen ein Thema in den Boulevard-Medien gewesen, als herauskam, dass der Österreicher in einer Beziehung sein soll. Bei seiner Freundin soll es sich laut Medienberichten um die 22-jährige Sophie Frimmel handeln, laut Merkur angeblich Westernreiterin und Freundin von Michael Schumachers Tochter Gina.

Zuletzt veröffentlichte Sophie Fotos auf ihrem Instagram-Profil, auf denen zu sehen war, wie sie Habsburg an der Rennstrecke die Daumen drückte und die Rennen aus der Box seines WRT-Audi-Teams verfolgte.

"Die Freundin ist Privatleben", sagte der 23-jährige Habsburg nach dem Samstagsrennen in Zolder, das er hinter Sieger Rene Rast und Titelanwärter Robin Frijns auf dem dritten Platz beendete - sein erster Podesterfolg im 31. DTM-Rennen nach Start von Platz zwei. "Aber wenn sie mich unterstützt, ist das schön. Sie bringt einen Extra-Spaß mit an die Strecke. Vor dem Rennen machen wir viel Warmup und es ist sinnvoll, sie hier zu haben."

"Warmup", also Aufwärmübungen? Diese Aussage sorgte für ein kleines Schmunzeln der Podest-Kollegen. Rast zu Frijns: "Machst du hier auch Warmup mit deiner Freundin?" Der Lokalmatador entgegnete: "Ich mache kein Warmup, vor dem Qualifying schlafe ich."

Ferdinand Habsburg bestreitet seine zweite Saison in der DTM - Foto: DTM
Ferdinand Habsburg bestreitet seine zweite Saison in der DTMFoto: DTM

Habsburg fühlt sich in seiner zweiten DTM-Saison und nach dem Wechsel von Aussteiger R-Motorsport zum Audi-Kundenteam WRT immer wohler. "Ich sammele immer mehr Erfahrung", sagte er am Samstag. "Das DTM-Auto ist nicht super-leicht zu fahren, du musst deinen Fahrstil anpassen. Jetzt scheint es für mich immer natürlicher zu sein und das bringt die Resultate. Nach dem ersten Podium ist eine Last von meinem Schultern gefallen."

Im Qualifying am Sonntag drehte Habsburg dann richtig auf und verwies Titelverteidiger Rast mit 0,069 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Die Entscheidung im Pole-Kampf fiel in der letzten Runde der 20-minütigen Session. Habsburg nimmt zum zweiten Mal in Folge ein Rennen aus der ersten Reihe in Angriff.

Habsburg, der in der DTM mit verschieden farbigen Schuhen fährt - ein Glücksbringer seit Kartsport-Zeiten - nach der ersten Pole: "Ich habe so viele Fehler in der Session gemacht, aber ich wusste, dass ich es kann. Ich wurde immer verärgerter, aber habe gedacht: Tief durchatmen, eine Runde hast du noch. Im ersten Sektor habe ich das Auto ein bisschen überfahren, das war nicht toll, aber ich wusste, dass noch was geht. Ich fuhr auf die Gerade und gab mir einen virtuellen Klapps! Ich habe mein Bestes gegeben und es geschafft."