Eine große Karriere im Motorsport neigt sich langsam dem Ende entgegen. Zum 1. Januar 2017 übergibt der bisherige Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich nach 23 Jahren das Amt an seinen Nachfolger Dieter Gass. Ullrich selbst bleibt Audi bis Ende 2017 in beratender Funktion erhalten.

Ullrich hatte Gass Anfang 2012 mit dem Ziel zu Audi zurückgeholt, den diplomierten Ingenieur für elektromechanische Konstruktion als seinen Nachfolger aufzubauen. Nach fünf gemeinsamen Jahren an der Spitze von Audi Sport ist es nun so weit: Gass wird neuer Motorsportchef und leitet damit alle werksseitigen Engagements von Audi. Nach dem WEC-Ausstieg ist er fortan voll für DTM und Formel E verantwortlich.

Porsche mit einem lustigen Abschiedsvideo für Audi: (01:43 Min.)

Ulrrich als Berater tätig

"Dieter Gass wird Audi Sport durch die bevorstehende Phase der Transformation führen und die Erfolgsstory von Audi im Motorsport fortschreiben", sagte Dr. Wolfgang Ullrich. "Er kennt Audi Sport wie kaum ein anderer. Von November 1994 bis März 2001 hat er als Techniker dort gearbeitet – erst bei den Supertourenwagen, später bei den Sportprototypen. Anschließend war er elf Jahre in leitenden Funktionen in der Formel 1 tätig. Dabei hat er viel Know-how gesammelt, von dem Audi Sport seit seiner Rückkehr 2012 profitiert."

Ullrich weiter: "Nach einem Jahr als Leiter Renneinsatz und vier Jahren als Leiter DTM macht er nun den sorgfältig geplanten nächsten Schritt. Dabei werde ich ihm beratend zur Seite stehen, mich aber aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Ich weiß das Motorsport-Engagement von Audi bei Dieter Gass in guten Händen."

Dieter Gass folgt auf Wolfgang Ullrich als Audi-Motorsportchef - Foto: Audi
Dieter Gass folgt auf Wolfgang Ullrich als Audi-MotorsportchefFoto: Audi

Große Fußstapfen

Der neue Motorsportchef Gass: "Die Fußspuren, die Dr. Wolfgang Ullrich hinterlässt, sind sehr groß. Er stand 23 Jahre an der Spitze von Audi Sport und hat für das Unternehmen in dieser langen Zeit Außergewöhnliches geleistet. Neben dem weltweiten Aufbau von Partnerteams und unzähligen Meisterschaften bei den Supertourenwagen ragen die 13 Siege bei den 24 Stunden von Le Mans und zahlreiche DTM-Titel als bleibende Meilensteine heraus. Solche Karrieren gibt es im Motorsport nur ganz selten."