Mit der Pole Position und dem Sieg am Samstag hatte Miguel Molina am Lausitzring zunächst ein durchweg erfolgreiches Wochenende. Am Sonntag konnte er allerdings schon in der Qualifikation nicht mehr an diese Leistung anknüpfen und landete nur auf dem 14. Platz. Im Rennen leistete er sich dann beim Hauen und Stechen im Mittelfeld einen Schnitzer, der sein Rennen zerstörte und das von Augusto Farfus beendete.

In Runde acht befand sich Molina im Kampf gegen Farfus um die 17. Position. Molina saugte sich mit geöffnetem DRS auf der Start- und Zielgerade an den BMW von Farfus heran, dieser fuhr Kampflinie und machte komplett dicht. "Eigentlich wollte ich Augusto überholen, aber er hat immer weiter zugemacht, als ich versucht habe, vorbeizukommen", sagte Molina gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Molina und Farfus sind sich uneins

Tatsächlich fuhr Farfus soweit nach innen, dass für Molinas Audi kein Platz blieb, um auf dieser Seite vorbeizugehen. Dies war soweit jedoch alles legitim, denn der Brasilianer drängte seinen Konkurrenten dabei weder ab, noch wechselte er überraschend die Spur. "Miguel hatte das komplett falsch eingeschätzt. Er war viel zu spät auf der Bremse und es war ein sehr harter Treffer. Ich habe Angst gehabt, dass ich noch jemand anderen erwischen könnte. Zum Glück sind die Autos sehr sicher und die Fahrer sehr gut, und keiner hat mich getroffen", so Farfus.

Molina, der für den Vorfall von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe auferlegt bekam, konnte seinem Konkurrenten bei der Unfallanalyse nicht ganz zustimmen. "Ich denke eigentlich, dass es nicht nötig war, so nah an die Mauer heranzufahren. Die Strecke ist hier so breit und eigentlich wäre es einfach gewesen, ihn zu überholen. Aber in dem Moment, als ich ausscheren wollte, hat er gebremst und ich konnte ihm nicht mehr ausweichen", sagte der Spanier.

Farfus flog bei hoher Geschwindigkeit ab - Foto: DTM
Farfus flog bei hoher Geschwindigkeit abFoto: DTM

Kein böses Blut

Trotz der teilweise unterschiedlichen Ansichten flogen zwischen den beiden Kontrahenten im Nachhinein keinerlei Giftpfeile. "Wir hatten einen sehr guten Fight und es war bis dahin okay. Miguel und ich kennen uns. Wir haben schon gesprochen und es ist erledigt", so Farfus auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com.

Auch Molina konnte den Vorfall schnell zu den Akten legen, und versuchte vor allem, das Positive des Wochenendes auf dem Lausitzring mitzunehmen: ". Wir müssen das Resultat vom Samstag mitnehmen, das ist das Wichtigste. Wir haben gute Punkte mitgenommen."