Marco Wittmann hat das erste Rennen in Spielberg für sich entschieden. Mit einem kaum gefährdeten Start-Ziel-Sieg sicherte sich der BMW-Pilot seinen sechsten Sieg in der DTM. Platz zwei belegte Tom Blomqvist, Dritter wurde Edoardo Mortara. Erneutes Pech hatte Mattias Ekström, der kurz nach dem Start alle Hoffnungen begraben musste. Paul Di Resta verteidigte seine Gesamtführung.

Die Startaufstellung: BMW brillierte im ersten Qualifying in Spielberg. Marco Wittmann sicherte sich die Pole mit einer Zeit, die ganze zwei Sekunden schneller war als die Bestzeit des Vorjahres. Neben ihm startete mit Tom Blomqvist ein weiterer BMW-Pilot aus Reihe eins. In der zweiten Startreihe platzierte sich ein Audi-Duo, bestehend aus Adrien Tambay und Edoardo Mortara. Timo Glock, Maxime Martin und Antonio Felix da Costa folgten auf den Rängen fünf bis sieben. Die Top 10 des Qualifyings komplettierten Paul Di Resta als bester Mercedes-Fahrer, Martin Tomczyk sowie Mattias Ekström. Aufgrund einer Kollision in Hockenheim musste Felix da Costa jedoch drei Plätze zurück, wodurch der Portugiese von Rang zehn aus ins Rennen ging.

Tom Blomqvist wurde bereits im Qualifying Zweiter - Foto: DTM
Tom Blomqvist wurde bereits im Qualifying ZweiterFoto: DTM

Die Performance-Gewichte: Erwartungsgemäß musste BMW nach dem starken Qualifying Gewicht zuladen. Die vor der Saison festgelegten Vorteile machten sich in Spielberg besonders bemerkbar. Fünf Kilo bekam daher jeder M4 DTM extra, Audi und Mercedes durften jeweils fünf Kilo rausnehmen. Die BMWs brachten somit 1.117,5 Kilo auf die Waage, Audi und Mercedes bestritten das Samstagsrennen mit 2,5 Kilo leichteren Autos.

Der Start: Marco Wittmann verteidigte am Start seine Führung erfolgreich gegen Tom Blomqvist. Dahinter musste Adrien Tambay ein paar Plätze abgeben, Edoardo Mortara und Timo Glock zogen vorbei. Daniel Juncadella verpatzte den Start komplett und fiel ans Ende des Feldes zurück. Bitter verlief der Rennstart auch für Mattias Ekström. Er wurde in Kurve 1 von Maxime Martin umgedreht und fand sich auf dem letzten Platz wieder.

Der Rennverlauf: Marco Wittmann und Tom Blomqvist führten das Feld durch die ersten Runden, konnten sich jedoch nicht absetzen. Edoardo Mortara, Timo Glock und Martin Tomczyk folgten dahinter. In Runde sechs war das Rennen für Daniel Juncadella beendet, seine linke Vorderradaufhängung war zerstört. Auch Christian Vietoris stellte sein Fahrzeug frühzeitig in der Boxengasse ab. Klarheit herrschte schnell: Beide Mercedes-Fahrer kollidierten. Erneut wie in Hockenheim sorgte Felix da Costa früh für Gesprächsstoff, er verteidigte sich hart gegen Paul Di Resta und schob den Mercedes-Piloten dabei von der Strecke. Die Rennleitung sah jedoch kein Vergehen.

Wittmann nur kurz gefährdet

Kurz darauf jedoch wurde jedoch aufgrund eines anderen Manövers gegen den Portugiesen ermittelt, er soll unter gelber Flagge überholt haben. Die Folge: Durchfahrtsstrafe für Felix da Costa. An der Spitze drängten Blomqvist und Mortara auf die Führung, Wittmann geriet zunehmend unter Druck. Auch Timo Glock holte auf. Es entwickelte sich ein doppelter Zweikampf: Wittmann vs. Blomqvist sowie Mortara vs. Glock. Für den Italiener war die Möglichkeit, DRS zu verwenden, schneller aufgebraucht als bei Glock. Doch der Deutsche konnte davon nicht profitieren und verbrauchte alle DRS-Optionen ohne Ertrag.

Die letzten 15 Rennminuten wurden an der Spitze ohne Hilfe des Klappflügels ausgetragen. Ein enger Kampf entwickelte sich um die Punkteränge. Gleich mehrere Fahrzeuge waren darin verstrickt, unter anderem Augusto Farfus, Robert Wickens und Nico Müller. Miguel Molina und Maximilian Götz lieferten sich ein beinhartes Duell kurz dahinter. Die Spitze hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits sortiert. Wittmann, Blomqvist, Mortara und Glock umrundeten den Kurs mit Sicherheitsabstand. Bis zum Zieleinlauf änderte sich an den Top vier nichts mehr. Martin Tomczyk wurde Fünfter, gefolgt von Maxime Martin und Paul Di Resta. Der Schotte behält dadurchseine Gesamtführung. Adrien Tambay belegte Rang acht, die letzten Punkte holten Augusto Farfus und Nico Müller.

Edoardo Mortara hielt die Audi-Fahne hoch - Foto: Gruppe-C GmbH
Edoardo Mortara hielt die Audi-Fahne hochFoto: Gruppe-C GmbH

Die Zwischenfälle: In der ersten Kurve nach dem Start drehte Maxime Martin Mattias Ekström um. Die Rennleitung sah darin jedoch einen normalen Rennunfall. In Runde sechs kollidierten Christian Vietoris und Daniel Juncadella. Beide Mercedes-Piloten mussten kurz darauf ihr Arbeitsgerät abstellen. Zehn Minuten vor Rennende kamen sich Maximilian Götz und Miguel Molina sehr nahe und rempelten sich gegenseitig fast von der Strecke. Die Rennleitung entschied jedoch auf normalen Zweikampf.

Die Strafen: Antonio Felix da Costa erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da er unter gelber Flagge überholte. Auch gegen den Kanadier Bruno Spengler wurde aus selbigem Grund ermittelt, die Entscheidung vertagten die Rennkommissare jedoch auf nach dem Rennen. Auch die Kollision zwischen Vietoris und Juncadella wurde nach dem Rennen bewertet.

Top-Facts zum Rennen

  • Marco Wittmann siegt in Rennen 1 am red Bull Ring
  • Paul Di Resta behält Gesamtführung
  • BMW mit starkem Gesamtergebnis: Fünf Autos unter Top-6
  • Mercedes erlebt Katastrophen-Tag

Die Stimmen zum Rennen

Marco Wittmann (Sieger): Langeweile hatte ich auf keinen Fall. Tom und Edo waren sehr nah dahinter, besonders mit DRS. Das bringt sieben, acht Zehntel auf die Runde und das kannst du nicht herausfahren. Ich habe versucht, sie auf Distanz zu halten, dass es bis zum Ende der Geraden reicht. Als für sie das DRS zu Ende war, konnte ich mich ein Stück absetzen und das Rennen kontrollieren. Ein super Ergebnis. Von der Pole den Sieg eingefahren - Was will man mehr?

Edoardo Mortara (Dritter): Ich hatte ein paar Runden, in denen ich bisschen Druck von Timo Glock hatte. Mehr war nicht drin heute. Die beiden vorne waren superschnell.

Jens Marquardt (BMW-Motorsportdirektor): Ein super Resutlat, nachdem wir es im Qualifying schon gut gemacht haben. Marco und Tom haben das sehr abgebrüht gemacht, ein Wahnsinns-Job. Ich bin sehr stolz. Ein super Ergebnis für BMW. Danke für das tolle Geburtstagsgeschenk.