Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef):
"Wir hätten den vielen Zuschauern in Oschersleben gerne mehr geboten als einen neunten Platz am Samstag und einen achten Platz am Sonntag. Aufgrund der Gewichtssituation war es ein im wahrsten Sinne des Wortes schweres Wochenende für unsere gesamte Mannschaft, die so hart gearbeitet hat wie immer. Nun heißt es, Oschersleben abzuhaken und volle Konzentration auf den Nürburgring. Dort kämpfen wir gewichtsmäßig endlich wieder fast auf Augenhöhe mit unseren Konkurrenten. Unsere Titelchancen sind nach wie vor intakt. Wir stehen vor einem spannenden DTM-Endspurt."

Dieter Gass (Leiter DTM bei Audi Sport):
"Alle unsere Fahrer dürfen nun zwischen 7,5 und zehn Kilogramm ausladen. Das gilt es, am Nürburgring optimal zu nutzen. Hier in Oschersleben standen wir aufgrund der Performance-Gewichte mit dem Rücken zur Wand. Das ist schwer zu verdauen, aber so sind die Regeln in der DTM in diesem Jahr. Wir sind sehr froh, dass dieses Wochenende hinter uns liegt und blicken nach vorn."

Jamie Green (Ausfall / Platz 8):
"Auch wenn ich etwas abseits des Rampenlichts fuhr, war das Sonntagsrennen eines der besten Rennen meiner Karriere. Wie alle Audi-Piloten hatte ich mit dem hohen Performance-Gewicht an Bord zu kämpfen. Trotzdem habe ich mich durch das Feld gearbeitet und von Rang 13 kommend fünf Plätze gutgemacht. Obwohl ich beim Startgerangel einen der vorderen Zusatzflügel verlor und dadurch etwas Abtrieb an der Vorderachse eingebüßt habe, sind mir zwei erfolgreiche Manöver gegen Spengler und Vietoris gelungen. Außerdem hat mein Team einen super Boxenstopp abgeliefert, was sicherlich mit entscheidend für den Punktegewinn war. Jetzt können wir etwas Gewicht abbauen, was uns im Titelendspurt helfen sollte."

Miguel Molina (Platz 9 / Ausfall):
"Für mich persönlich war es natürlich ein schönes Gefühl, in beiden Zeittrainings der beste Audi-Pilot zu sein. Die Ausbeute in den Rennen hätte besser sein können, mehr Punkte waren möglich. Besonders der schnelle Ausfall am Sonntag durch das Gerangel der Konkurrenz in der ersten Kurve war schade. Aber ich blicke voraus: Ich mag den Nürburgring und bin bereit, dort wieder anzugreifen."

Miguel Molina war in den Qualifyings der beste Audi-Pilot - Foto: DTM
Miguel Molina war in den Qualifyings der beste Audi-PilotFoto: DTM

Mattias Ekström (Platz 14 / Platz 11):
"Ich erlebe auch in meinem 15. Jahr in der DTM immer wieder neue Dinge: Hier in Oschersleben zum Beispiel kann ich zum ersten Mal in meiner Karriere etwas Positives daran finden, dass ich keinen einzigen Punkt geholt habe. Denn es bedeutet, dass ich für das nächste Wochenende zehn Kilo Erfolgsballast ausladen darf und damit wieder die Möglichkeit habe, die Konkurrenz zu attackieren. Unser RS 5 DTM ist ein starkes Auto und auf allen Strecken schnell. Wir haben also alles, um auf dem Nürburgring zurückzuschlagen. Wir werden cool und konzentriert bleiben und hoffen auf zwei Renntage ohne besondere Zwischenfälle oder Wetterkapriolen."

Timo Scheider (Platz 12 / Platz 12):
"Oschersleben war für mich ja ein Mini-Comeback, das mir nach den schwierigen Wochen natürlich etwas unter den Fingernägeln gebrannt hat. Ich bin froh, dass ich das Wochenende so gut über die Bühne bekommen habe. Nicht perfekt waren die beiden Qualifyings, daran müssen wir arbeiten. Positiv ist, dass ich in beiden Rennen schnell war. Darauf können wir aufbauen und schauen, was wir noch besser machen können, um die beiden letzten DTM-Wochenenden des Jahres erfolgreich abzuschließen."

Adrien Tambay (Platz 17 / Platz 14):
"Mein Oschersleben-Wochenende ist schnell erzählt: Ich hatte zwei Rennen ohne besondere Vorkommnisse und einen guten Boxenstopp am Sonntag - einzig der Speed hat zu jeder Zeit gefehlt. Ich hoffe, dass wir bis zum Nürburgring etwas finden und wieder besser zurechtkommen."

Mike Rockenfeller (Ausfall / Platz 19):
"Das Wochenende ist schnell resümiert: abhaken und nach vorne schauen. Wir wussten schon vorher, dass es in Oschersleben mit unserem Gewicht schwer werden würde. Mein Auto war ganz gut, aber mit so hohem Gewicht ist man in Oschersleben einfach chancenlos. Positiv waren meine Qualifying-Leistung am Sonntag und der schnellste Boxenstopp im zweiten Rennen. Nun freue ich mich auf unser Heimspiel am Nürburgring."

Edoardo Mortara (Ausfall / Ausfall):
"Es fällt natürlich schwer, nach einem Wochenende mit zwei Ausfällen noch positive Aspekte zu finden. Diese beiden Renntage waren sicherlich eine Ausnahmesituation, bevor wir am Nürburgring wieder zu einigermaßen normalen Verhältnissen zurückkehren. Ich erwarte, dass dort alle drei Marken dicht beisammen liegen werden und die Fans sich auf spannende Duelle freuen können. Die Strecke hat mir schon immer gut gelegen, deshalb will ich auf jeden Fall vorn dabei sein."

Edoardo Mortara verlässt Oschersleben mit null Punkten - Foto: Audi
Edoardo Mortara verlässt Oschersleben mit null PunktenFoto: Audi

Nico Müller (Ausfall / Ausfall):
"Wir sind wegen der Gewichtssituation nicht gerade mit hohen Erwartungen nach Oschersleben gereist - aber ins Ziel wäre ich schon gern gekommen. Stattdessen bin ich durch zwei unverschuldete Ausfälle früh ausgeschieden. Am Sonntag war das besonders ärgerlich, weil ich einen guten Start erwischt hatte. Aber solche Tage gibt es nun einmal. Wir haken das jetzt ab und wollen im Endspurt nochmal angreifen."

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg):
"Dreimal haben wir an diesem Wochenende Autos durch unverschuldete Ausfälle in der ersten Kurve verloren, das ist schon heftig. Mehr als ein Trostpflaster ist aber das starke Rennen von Jamie Green am Sonntag. Ich glaube, ich habe mich noch nie so über vier Punkte gefreut. Jamie ist von Rang 13 auf den achten Platz nach vorn gefahren und hat diesen dann gegen einen deutlich leichteren Gegner, der auch noch DRS benutzen konnte, rundenlang bis ins Ziel verteidigt. Damit hat er einmal mehr seine Klasse bewiesen."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline):
"Das Wochenende in Oschersleben stand für uns unter dem Motto 'Schadensbegrenzung'. Das ist uns wenigstens einigermaßen gelungen: Zwar hat Mattias (Ekström) die Gesamtführung verloren, ist aber dafür beim kommenden Wochenende am Nürburgring zum ersten Mal in dieser Saison leichter als beispielsweise Konkurrent Pascal Wehrlein. Die Fans können sich also auf zwei Rennen freuen, bei denen unsere Piloten endlich wieder mit ähnlichen Waffen kämpfen. Kompliment an meine ganze Mannschaft, die auch in schwierigen Zeiten nicht den Kopf hängen lässt und immer positiv bleibt. Wir werden uns jetzt konzentriert auf den nächsten Einsatz vorbereiten und dann alles versuchen, die Tabellenspitze in der Eifel wieder zurückzuerobern."

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix):
"Angesichts der Gewichte an Bord unserer Audi hatten wir ein schwieriges Wochenende erwartet, es kam aber noch härter. Wir müssen jetzt analysieren, warum das so war. Positiv ist, dass wir für das Heimspiel unseres Teams auf dem Nürburgring leichter werden. Dort wollen wir wieder angreifen und Audi mit einer guten Leistung im Titelkampf unterstützen."