Edoardo Mortara hat mit einem dritten Platz im Qualifying von Zandvoort alle Chancen auf den Rennsieg am Sonntag und damit im Kampf um den Vize-Titel in der DTM gewahrt. Während Mortaras ärgster Konkurrent, der Meisterschaftszweite Christian Vietoris, im neu versiegelten Mercedes nur vom 18. Platz ins Rennen geht, unterstrich der italienisch-französische Fahrer mit nur 0,044 Sekunden Rückstand auf Polesetter Mike Rockenfeller seine Ambitionen auf das Prädikat "Best of the Rest" hinter Champion Marco Wittmann.

Der schob seinen BMW einen Hauch vor Mortara und verdrängte den Audi-Fahrer mit nur 17 Tausendstel aus der ersten Startreihe. Angesichts des knappen Rückstands haderte Mortara etwas mit seiner eigenen Leistung im letzten Qualifying-Abschnitt: "Die Grip-Verhältnisse haben sich zwischen den Sessions etwas verändert. Ich habe das Auto in Q3 dann etwas überfahren, Q2 war besser. Alles war so eng, da musste schon eine perfekte Runde gelingen, um vorne zu sein. Und das ist in der DTM sehr schwierig."

Für das Rennen ist Mortara aber optimistisch, den einzigen BMW unter den fünf Audis im Spitzensextett attackieren zu können. "Wie es im Rennen läuft, werden wir sehen, aber ich glaube, wir haben eine gute Chance", sagte Mortara, dem ein Sieg nicht nur mit Blick auf die Meisterschaftswertung besonders wichtig sein dürfte: "Zandvoort ist die schönste Strecke im DTM-Kalender. Es macht richtig Spaß hier. Es ist meine Lieblingsstrecke."

Edoardo Mortara liebt Zandvoort. - Foto: Audi
Edoardo Mortara liebt Zandvoort.Foto: Audi

Ekström knapp geschlagen

Seinen punktgleichen Teamrivalen Matthias Ekström verwies der Abt-Audi-Pilot fast genauso knapp wie Wittmann ihn auf den vierten Rang im Grid. Dahinter landeten mit Jamie Green und Nico Müller noch zwei weitere Audi.

UPDATE: Inzwischen steht fest, dass Ekström für eine Behinderung Paffetts in Q1 eine Strafversetzung um fünf Plätze kassiert.

Verantwortlich für die geschlossen starke Audi-Vorstellung ist Mortara zufolge vor allem die überlegene Kurvengeschwindigkeit des RS5: "Ich glaube, wir haben ein gutes Auto in den schnellen Kurven. Das zeigen wir hier jedes Jahr. Zandvoort ist ganz gut für uns."