Audi liegt dank Mike Rockenfeller vor dem Rennen am Nürburgring in der Meisterschaft in Führung. Aktuell beträgt "Rockys" Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Bruno Spengler 27 Punkte, weshalb der 29-Jährige die Traditionsstrecke auch wieder als Meisterschaftsführender verlassen wird.

Das Team: In Moskau punkteten zuletzt fünf Audi-Fahrer - so viele wie in dieser Saison noch nie. "Man kann richtig spüren, wie heiß die Jungs sind, am Nürburgring nachzulegen", meint Teamchef Hans-Jürgen Abt. DTM-Leiter Dieter Gass mahnt allerdings zur Vorsicht: "Trotz der Tabellenführung gibt es für uns überhaupt keinen Anlass, sich entspannt zurückzulehnen. Wir haben zuletzt in Moskau gesehen, wie schnell man einen Nuller einfahren kann und der Konkurrent die volle Punktzahl holt."

Die Strategie bei Audi für das Rennwochenende am Ring ist klar. "Es gilt, konzentriert weiterzuarbeiten und mit einer nächsten starken Teamleistung dafür zu sorgen, dass Mike wieder so viele Zähler wie möglich mitnimmt", legt Gass die Prioritäten fest.

Mike Rockenfeller siegte zuletzt in Moskau - Foto: Audi
Mike Rockenfeller siegte zuletzt in MoskauFoto: Audi

Die Fahrer: Besondere Vorfreude auf das Rennen herrscht bei Rockenfeller, der nur eine halbe Stunde vom Ring entfernt aufwuchs. "Der Nürburgring ist das Heimrennen für mein Team und mich und damit schon so etwas wie ein kleiner Saisonhöhepunkt", erklärt der Meisterschaftsleader. "Natürlich ist mein großer Wunsch, dass Auto, Abstimmung und Strategie wieder so perfekt funktionieren wie zuletzt beim Sieg in Moskau."

Auch für Timo Scheider ist das Rennen etwas Besonderes: "Für mich ist das Rennen am Nürburgring ein Heimspiel, auf das ich mich sehr freue. Es kommen viele Freunde, Verwandte und Fans – das macht die Atmosphäre ganz besonders." Zuletzt konnte er nach drei erfolglosen Rennen wieder punkten. "Mein Ziel ist es, möglichst kräftig nachzulegen, um mich für die Unterstützung der vielen Fans anständig zu bedanken", nimmt sich Scheider ein tolles Rennen vor.

Das Auto: Das Auto scheint mittlerweile gut zu funktionieren, haben doch Ekström (wenn auch nachträglich disqualifiziert) und Rockenfeller die letzten beiden Rennen für Audi gewonnen. Ekström erklärt den Wandel: "Ich fühle mich momentan so wohl wie schon lange nicht mehr im Cockpit und im Team. Deshalb glaube ich, dass wir gute Chancen auf den nächsten großen Pokal haben."

Jamie Green pflichtet seinem schwedischen Teamkollegen bei: "Audi war am Nürburgring in der Vergangenheit oft sehr erfolgreich. Und auch in diesem Jahr scheinen wir im Moment einen guten Lauf zu haben."

Redaktionskommentar:

Motorsport-Magazin.com meint: Audi kann sich voll und ganz auf die Meisterschaftsambitionen von Mike Rockenfeller konzentrieren, der Rest der Mannschaft hat keine echten Chancen mehr auf den Gesamtsieg. Dementsprechend ausrechenbar sind die Ingolstädter aber für ihre Gegner. Mit 27 Punkten Vorsprung sieht es vier Rennen vor Schluss aber schon ganz gut aus.