Für Andy Priaulx läuft seine erste DTM-Saison noch nicht nach Wunsch. Der Brite fuhr erst zwei Mal in die Punkte und rangiert nur auf dem 12. Meisterschaftsrang - eine enttäuschende Ausbeute für den dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister. Im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com haderte der 39-Jährige vor allem mit dem Pech und war sich sicher, dass er in Zukunft bessere Resultate erzielen kann.

In Zandvoort schaffte Priaulx als einer von nur drei BMW-Piloten den Sprung in den zweiten Teil des Qualifyings, wurde beim Start aber von Robert Wickens abgeräumt, was sich im späteren Rennverlauf als fatal erweisen sollte. "Vielleicht wäre ich in die Top-10 gekommen", meinte er, denn schließlich konnte er das Tempo von Bruno Spengler und Augusto Farfus, die später Punkte sammelten, trotz der am Start erfolgten Beschädigung mitgehen.

Schlussendlich sollte es aber nur für den 13. Rang reichen, da sich der Schaden am Heck seines BMW gegen Rennende hin immer verschlimmerte, was einen enormen Geschwindigkeitsverlust zur Folge hatte. "Der Beschädigung der Aerodynamikteile am Heck wurde immer größer", schilderte der Brite, "am Ende ging der Wagen wie ein Fallschirm auf und ich habe zwei oder drei Sekunden pro Runde verloren, da die anderen mit 15 Km/h höheren Tempo auf der Geraden an mit vorbeigezogen sind."

Die Pace stimmt

Dennoch war Priaulx mit seiner persönlichen Leistung durchaus zufrieden. "Ich bin ziemlich stolz auf mich, denn auch wenn ich kein Resultat erzielen konnte, bin ich mit viel Einsatz gefahren, habe mein Bestes gegeben und bin an Bruno und Augusto dran geblieben." Generell würde die Pace stimmen, es müsse nur einmal alles zusammenpassen. "Das weiß auch BMW und ich habe es oft genug gezeigt. Es muss nur einmal passieren."

Der Saisonauftakt in Hockenheim verlief für Priaulx zufriedenstellend - Foto: BMW AG
Der Saisonauftakt in Hockenheim verlief für Priaulx zufriedenstellendFoto: BMW AG

Rückblickend zeigte sich Priaulx mit den Rennen in Hockenheim und am Norisring zufrieden, wo er auch in Punkte fuhr und beklagte, dass er in vielen anderen Rennen von Konkurrenten behindert worden war, die ihm ins Auto fuhren. Manchmal gebe es in der Karriere eines Rennfahrers aber solche Phasen, wollte sich der Brite nicht die Stimmung vermiesen lassen. "Man muss nur stark genug sein und weiterarbeiten, denn es kann sich alles wirklich schnell drehen, der Abstand ist nicht groß."

Gute Erinnerungen an Oschersleben

Das achte Saisonrennen führt die DTM nach Oschersleben, wo Priaulx bereits in der WTCC gewann und dementsprechend gut Erinnerungen mit dem Kurs verbindet. "Ich brauche ein wirklich gutes Paket und etwas Glück, um das Auto im Qualifying nach vorne zu bringen", meinte er. "Wenn ich das schaffe, ist ein gutes Ergebnis möglich."

BMW absolvierte auf der Bahn in Sachsen-Anhalt zwar bereits Testfahrten, bei denen Priaulx aber nicht im Wagen saß, weshalb er über keinerlei DTM-Erfahrung in Oschersleben verfügt. "Ich kenne die Strecke zwar gut, aber das macht in der DTM keinen Unterschied, denn hier ist jeder schnell und gut", hielt er fest. "Ich muss das Glück suchen, aber auch Glück haben."