Filipe Albuquerque raste im Zeittraining von Zandvoort auf den dritten Startrang. Dementsprechend zufrieden zeigte er sich nach der Session am Samstag: "Es ist super, auch hier wieder vorne mit dabei zu sein." Angst, dass ihm zu Beginn des Rennens ein ähnliches Malheur wie beim letzten Lauf am Nürburgring drohen könnte, hatte er im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com keine. "Das mit der Kupplung beim Start letztes Mal, war ein einmaliger Fehler, wie wenn man sich etwa vor einer Kurve verbremst - da gibt es also nicht so viel zu zu sagen. Man macht etwas falsch, analysiert es und dann geht es weiter. Ein Problem gibt es da nicht." Ohnehin gelte es nun, sich vor dem Rennen auf die positiven Aspekte zu konzentrieren.

"Wir waren auch am Nürburgring schon sehr schnell und hatten vier Autos unter den Top-5 - nur Bruno hat es dort geschafft, uns zu ärgern. Überrascht bin ich von unserer heutigen Team-Performance bei Audi also keineswegs", so Albuquerque, der anfügte: "Ich bin sehr glücklich, dass ich es wieder in Q4 geschafft habe und dass nicht nur Audi ganz vorne stand sondern auch wieder beide Team-Rosberg-Fahrer mit dabei waren. Das ist schon sehr gut." Lediglich in Q1 sei er am Samstag noch nicht zufrieden gewesen. "Da hatte ich Schwierigkeiten. Dann haben wir ein bisschen was am Auto gemacht und die restlichen Sessions hat es wirklich Spaß gemacht, das Auto hier zu fahren."

War mit ihrer Leistung nicht happy: Rahel Frey - Foto: RACE-PRESS
War mit ihrer Leistung nicht happy: Rahel FreyFoto: RACE-PRESS

Hilfe für die Kollegen?

In seiner zweiten schnellen Runde in Q3 habe er dann allerdings einen kleinen Fehler gemacht. "Das hat mich noch einmal in den großen Lostopf zurückgeworfen und es wurde knapp mit dem Weiterkommen - aber am Ende hat es gereicht, denn auch Green rutschte ins Kiesbett und damit hatte sich das erledigt", verriet der Audi-Mann. Dass die Strecke im Verlauf des Qualifyings merklich schneller wurde, sei auch ihm bereits im Cockpit sofort aufgefallen. "Das Auto wird dann leichter, man kann es schneller in die kurven hineinwerfen und hat allgemein viel mehr Grip", beschrieb der Portugiese, der als Ziel für den Sonntag ein Podium ausgab. "Da sind wir nah dran. Ich will aber auch meinen Kollegen in Sachen Meisterschaft helfen. So wie wir im Moment dastehen, mit dieser Dominanz, können wir hier echt einen Sprung nach vorne schaffen."

"Gut ist dabei, dass wir an der Spitze mehr oder weniger unter uns sind - dann können wir gegenseitig aufeinander aufpassen", lachte Albuquerque. Mit weniger positiven Gefühlen dürfte am Sonntag Rahel Frey ins Rennen starten. Wieder einmal erlebte die Schweizerin kein gutes Qualifying - am Ende wurde sie nur 21. und Vorletzte. "Unser Timing und der Reifedruck war heute sicher nicht der beste, aber trotzdem muss ich mir an die eigene Nase fassen. Auf meiner schnellsten Runde habe ich den ersten Sektor verbockt. Andernfalls hätte ich vier Zehntel weniger Rückstand und dann wären wir um Platz 16 herum und wohl wieder auf der Kippe gestanden", so Frey ehrlich. "Das wäre die erste Hürde, die wir nehmen müssten. So gesehen muss ich mir heute da leider selbst einen Tritt in den Hintern verpassen."

An ihrem Team habe es jedenfalls nicht gelegen. "Die Jungs haben einen tollen Job gemacht und das Auto geht gut. Zandvoort lag Audi schon immer, da sind wir für morgen schon gut aufgestellt - aber jetzt schauen wir einmal, was das Wetter macht. Regen ist natürlich immer ein Risiko und die Sicht hinten dann ein großen Fragezeichen aber schlussendlich ist es für alle gleich", meinte die Audi-Fahrerin zu Motorsport-Magazin.com. Wie auch zuletzt auf dem Nürburgring, als sie in der Schlussphase lange hinter Ralf Schumacher festhing und keinen Weg vorbei fand, könne man auch auf dem Dünenkurs nur schwer überholen. "Allerdings hätte ich letztes Mal vielleicht noch ein bisschen mehr bei Ralf anklopfen oder ihn einmal etwas anstupsen sollen - aber man lernt ja immer dazu in der DTM."