Der Champion im ADAC Opel Rallye Cup 2016 heißt Jari Huttunen. Mit seinem Beifahrer Antti Linnaketo feierte der Finne im Rahmen der ADAC Rallye Deutschland, dem deutschen Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft rund um Trier, seinen vierten Saisonsieg und ist damit in der Tabelle nicht mehr einzuholen. Im ersten Wertungslauf des Wochenendes, der am Freitag über fünf Wertungsprüfungen (WP) und annähernd 100 Kilometer durch die Weinberge des Mosellands führte, begann Huttunen zunächst verhalten und überließ seinen Konkurrenten Tom Kristensson (WP1) und Philipp Hetz (WP2) die ersten Bestzeiten. In der Folge drehten die finnischen Tabellenführer im Opel ADAM Cup des Teams Schmack Motorsport aber auf, holten sich die drei noch zu vergebenden WP-Bestzeiten sowie die maximal möglichen acht Bonuspunkte - fünf für die meisten Bestzeiten, drei für den Gewinn der "Power Stage" (WP5).

In der Gesamtwertung führt Huttunen zwei Läufe vor Saisonschluss uneinholbar 92 respektive 102 Punkte vor den Schweden Tom Kristensson und Pontus Åhman. "Ich bin sehr glücklich über den vorzeitigen Titelgewinn, der viel Druck von unseren Schultern nimmt", sagte der 22-Jährige aus Kiuruvesi in Zentralfinnland. "Wir sind während der ersten beiden Prüfungen keine Risiken eingegangen, zumal die Bedingungen speziell in WP1 tückisch waren. In der zweiten Schleife haben wir ein paar Kohlen nachgelegt und freuen uns sehr, dass diese Taktik aufgegangen ist. Nun können wir den Rest der Saison in diesem tollen ADAC Opel Rallye Cup einfach genießen."

Während Kristensson und sein Beifahrer Timmy Berntsson mit dem zweiten Rang immerhin viel Druck auf die finnischen Sieger ausüben konnten, mussten Åhman und sein Beifahrer Johan Johansson bereits am Freitagmorgen nach einem Unfall in der ersten Wertungsprüfung aufgeben. "Ich habe die Bodenwellen in der Bremszone unterschätzt und war beim Einlenken zu schnell - mein Fehler", gestand Åhman. "Der Abflug war nicht heftig, aber leider haben wir uns an einem Randstein ein Rad abgerissen."

Mit Rang drei feierten Niklas Stötefalke (25, Bad Oeynhausen) und sein Beifahrer Tobias Braun ihren ersten Podestplatz in dieser Saison und rückten so in der Tabelle auf den vierten Rang vor. Ihr härtester Widersacher im Kampf um die "interne deutsche" Wertung in der Gesamtwertung, Sebastian von Gartzen, musste in der dritten Wertungsprüfung die Segel streichen, nachdem sich eine nicht korrekt festgezogene Rad-Zentralmutter selbstständig gemacht hatte. Stötefalke war überglücklich: "Wir waren schon oft sehr dicht dran. Dass es jetzt ausgerechnet bei dieser anspruchsvollen Rallye vor dieser fantastischen Kulisse geklappt hat, ist ein wunderschönes Gefühl." Philipp Hetz und seine Beifahrerin Silvia Dartsch fielen nach einem Fehler in der fünften Wertungsprüfung noch hinter die Slowenen Tim Novak/Uros Ocvirk auf Rang fünf zurück.

Der sechste Wertungslauf zum ADAC Opel Rallye Cup 2016 findet ebenfalls im Rahmen der ADAC Rallye Deutschland von morgen (Samstag) früh bis Sonntagmittag statt. Nach der Absage der ADAC Rallye Baden-Württemberg besteht der ADAC Opel Rallye Cup 2016 nur aus sieben Wertungsläufen. Den eingeschriebenen Cup-Teams steht es allerdings frei, mit ihren ADAM-Fahrzeugen die ADAC Rallye Niedersachsen am 9./10. September zu bestreiten.