Zum dritten Mal in Folge waren die Piloten des ADAC Motorboot Cup zu Gast in Rendsburg im Obereider Hafen am Nord-Ostsee-Kanal. Mit drei Tagessiegen war die 16-jährige Denise Weschenfelder aus Karlsruhe auch beim vorletzten Saisonrennen nicht zu stoppen: Mit insgesamt 13 Tagessiegen in 16 Rennen und nunmehr 470 Punkten hat sie einen weiteren großen Schritt Richtung Titelgewinn im ADAC Motorboot 2016 gemacht und ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf 90 Zähler auf die Zweitplatzierte Isabell Weber (Rümmingen) ausgebaut, die ein nicht ganz optimales Wochenende erwischte.

Newcomer Patrick Adler, der zuletzt beim Rennen in Berlin-Grünau nicht am Start war, bot Weschenfelder im ersten Sprintrennen am Samstag noch Paroli, als er sich- durch einen Fahrfehler von Weschenfelder - an die Spitze des Feldes setzen konnte. Doch im zweiten Sprintrennen sowie den beiden Hauptrennen am Sonntag wurde Weschenfelder ihrer Favoritenrollen mehr als gerecht, übernahm jeweils vom Start weg klar die Führung und überquerte als Erste die Ziellinie: "Ich bin richtig happy mit dem Wochenende - es ist optimal gelaufen," erklärte die 16-Jährige. Auch Adler zeigte sich zufrieden: "Ich wollte so viele Punkte wie möglich sammeln, um meine ‚alte' Position zwei im Gesamtklassement möglichst bald wieder zu erreichen. Natürlich habe ich auch mit einer Podiumsplatzierung geliebäugelt und bin froh, dass ich das geschafft habe."

Isabell Weber war nicht zufrieden: "Schon im Qualifying lief es nicht so gut, wir wussten aber nicht, woran es lag. Letztendlich ist mein dritter Platz im zweiten Hauptrennen der versöhnliche Abschluss eines durchwachsenen Wochenendes." Weber belegte in der kombinierten Wertung der Sprint- und Hauptrennen jeweils den vierten Platz. Mit insgesamt 380 Punkten bleibt sie auf dem zweiten Rang im Gesamtklassement, gefolgt von Patrick Adler (335).

Youngster André Zeipelt aus Hagen, der Anfang September seinen 15. Geburtstag feierte, belohnte sich in Rendsburg mit zwei Podiumsplatzierungen - in der kombinierten Wertung bei den Sprint- und den Hauptrennen belegte er jeweils Rang drei. Er selbst war nicht nur mit dem Wochenende, sondern mit dem Verlauf der Saison zufrieden: "Im Vergleich zu meinem ersten Rennen in Brodenbach habe ich enorme Fortschritte gemacht. Die engen Schikanen auf dem Kurs in Rendsburg waren natürlich eine große Herausforderung und richtig schwierig zu nehmen."

Das nächste Event und Saisonfinale des ADAC Motorboot Cup steht am 24./25. September in Düren auf dem Programm.

Stimmen aus Rendsburg

Denise Weschenfelder (16 / Karlsruhe): "Der Kurs hier in Rendsburg mit den beiden Rechts-Schikanen war auch für mich - selbst mit meiner Erfahrung - schwierig zu meistern. Mir war bewusst, dass ich hier schon einen weiteren Schritt in Richtung Titelgewinn machen konnte, aber das hat mich nicht nervös gemacht. Ich habe gelernt, mit Druck umzugehen. Ich wollte jetzt zum Ende der Saison nicht auf Risiko gehen, sondern mit einer guten Leistung die bestmögliche Platzierung erzielen. Ich bin richtig happy mit dem Wochenende - es ist optimal gelaufen."

Isabell Weber (19 / Rümmingen): "Schon im Qualifying lief nicht so gut, aber wir wussten nicht, woran genau es lag. Letztendlich ist mein dritter Platz im zweiten Hauptrennen der versöhnliche Abschluss eines durchwachsenen Wochenendes."

Patrick Adler (17 / Heidelberg): "Besonders durch die beiden Schikanen war der Kurs hier sehr schwierig und auch sehr anstrengend zu fahren. Es war schon ein wenig ein Glücksspiel, die Wellen der vorausfahrenden Boote richtig zu treffen. Da ich nicht in Berlin-Grünau am Start war, habe ich natürlich einige Punkte verloren. Ich wollte in Rendsburg so viele Punkte wie möglich sammeln, um meine ‚alte' Position im Gesamtklassement möglichst bald wieder zu erreichen. Schön, dass ich diesem Ziel nähergekommen bin. Natürlich habe ich auch mit einer Podiumsplatzierung geliebäugelt und bin froh, dass ich das geschafft habe."

André Zeipelt (15 / Hagen): "Im Vergleich zu meinem ersten Rennen in Brodenbach habe ich enorme Fortschritte gemacht. Für Rendsburg haben wir uns für das Setup aus Kriebstein entschieden und ich bin ganz zufrieden mit dieser Entscheidung. Die engen Schikanen auf dem Kurs in Rendsburg waren natürlich eine große Herausforderung und richtig schwierig zu nehmen."

Max Winkler (17 / Heppenheim): "Nach meinem Erfolg in Berlin-Grünau wollte ich in Rendsburg auch wieder aufs Treppchen. Es ist ein tolles Gefühl, auf dem Podium zu stehen. Leider hat es in Rendsburg nicht damit geklappt."