Max Stilz (17, Kernen) krönt sich in seiner dritten Saison im ADAC Motorboot Cup erstmals zum Champion. Beim Finale auf dem Badesee in Düren-Gürzenich (Kreis Düren) fixierte Stilz seinen Titelgewinn bereits im zweiten der vier Rennen. "Die Erleichterung bei allen im Team ist groß und wir sind alle sehr froh über den Gesamtsieg", sagte der frischgebackene Champion.

Zwei Siege in den beiden Sprintrennen am Samstag genügten Stilz zum Titelgewinn. Im ersten Lauf setzte er sich vor Sascha Schäfer (28, Muggensturm) durch. Dahinter durfte sich Christian Groß (24, Löf) über seinen ersten Podestplatz im ADAC Motorboot Cup freuen. Im zweiten Lauf gewann Stilz vor Denise Weschenfelder (15, Karlsruhe) und Schäfer, dessen letzte Chance auf die Titelverteidigung damit zwei Rennen vor dem Saisonende endgültig dahin war.

Glückwünsche vom entthronten Meister Schäfer

Der Meister der Saison 2014 gab sich aber als fairer Verlierer: "Glückwunsch an Max. Er hat in dieser Saison seinen Job sehr gut erledigt und ein Boot aufgebaut, das perfekt war." Schäfer konnte in der aktuellen Saison nur in zwei Rennen vor Stilz ins Ziel kommen. In allen anderen Läufen fuhr der neue Meister auf den ersten Platz. So auch am Sonntag in Düren, als Stilz beide Hauptrennen für sich entschied und damit seine Saisonsiege 25 und 26 einfuhr.

Im ersten Hauptlauf setzte sich Stilz vor Schäfer und Groß durch. Im zweiten Hauptrennen siegte er vor Weschenfelder und Schäfer. Christian Tietz (37, Dresden) belegte in beiden Rennen am Sonntag den vierten Platz und blieb damit zum ersten Mal in dieser Saison an einem Rennwochenende ohne Podestplatz. In der Gesamtwertung verspielte er damit seine Chance, Schäfer noch von Platz zwei zu verdrängen.

Stilz beendet die Saison nach den sieben Rennwochenenden mit insgesamt 834 Punkten, Schäfer belegt mit 720 Zählern Rang zwei.

Die Stimmen der Top-Drei

Max Stilz (17, Kernen), Meister ADAC Motorboot Cup 2015:
"Die Erleichterung bei allen im Team ist groß und wir sind alle sehr froh über den Gesamtsieg. Wir konnten aufgrund des Punktevorsprungs entspannt in das Wochenende gehen, aber natürlich war die Anspannung im Cockpit am Samstag etwas größer als sonst. Man weiß ja nie mit Sicherheit, ob nicht noch etwas schief geht. Ich habe mittlerweile aber die nötige Routine und Konzentration um mit solchen Situationen umzugehen. Meine mentale Stärke war einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in dieser Saison. 2016 werde ich in das ADAC Motorboot Masters aufsteigen. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung, aber jetzt wird zunächst einmal der Titel gefeiert."

Sascha Schäfer (28, Muggensturm), Vizemeister:
"Glückwunsch an Max. Er hat in dieser Saison seinen Job sehr gut erledigt und ein Boot aufgebaut, das perfekt war. Wir hatten leider mit dem Topspeed immer wieder Probleme in dieser Saison. Das hat auf schnellen Kursen für Probleme gesorgt, denn man hat deutlich gesehen, dass wir auf technisch anspruchsvollen Strecken deutlich näher dran waren. Zu Beginn der Saison haben wir mit unterlegenem Material gekämpft, daher bin ich froh, dass ich nun Vizemeister bin."

Denise Weschenfelder (15, Karlsruhe), in zwei Rennen auf dem Podest:
"Ich bin mit diesem Wochenende zufrieden. Wir hatten in dieser Saison oft technische Probleme. Deshalb haben wir vor dem Finale alle Einstellungen noch einmal zurückgesetzt und uns beim Setup an jenem von Anfang der Saison, als es für mich noch besser lief, orientiert. Das hat sich bezahlt gemacht, denn hier in Düren lag das Boot besser. Das hat sich sofort in guten Ergebnissen wiedergespiegelt. Mit meiner ersten Saison im ADAC Motorboot Cup kann ich voll zufrieden sein."