In der Box von Schubert Motorsport wird hart für den Erfolg gearbeitet, doch bei aller Professionalität kommt auch eine gewisse Lockerheit nicht zu kurz. Ein Grund dafür sind Dominik Baumann und Jens Klingmann. Die beiden Youngster teilen sich seit dieser Saison einen der beiden Schubert BMW Z4 GT3 im ADAC GT Masters. Baumann/Klingmann ist nicht nur ein weiteres Fahrerduo in der Welt des Motorsports - hier haben sich zwei Freunde gefunden, die auf einer Wellenlänge liegen.

Am kommenden Wochenende teilt sich das Duo wieder den BMW Z4 GT3. Beim 24-Stunden-Klassiker auf der Nordschleife starten die beiden für das BMW Sports Trophy Team Schubert gemeinsam mit Claudia Hürtgen und DTM-Pilot Martin Tomczyk. "Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander. Wir machen Blödsinn und sind locker drauf. Das gehört auch dazu", ist Baumann überzeugt. "Ich kenne Jens schon seit einigen Jahren und wir haben immer ein Späßchen auf Lager."

Klingmann ergänzt: "Wir sind Profis und wissen, worauf es ankommt. Wir arbeiten seit einigen Jahren zusammen mit den Jungs von Schubert und alle im Team wissen: Sobald das Visier runtergeht, ist es vorbei mit dem Spaß. Dann gibt es nur noch absolute Konzentration und volle Attacke."

Baumann/Klingmann: Gute Laune auch in der Startaufstellung - Foto: SX Images/Alex Trienitz
Baumann/Klingmann: Gute Laune auch in der StartaufstellungFoto: SX Images/Alex Trienitz

Gemeinsam das Beste herausholen

Klingmann und Baumann sind sicher: Von ihrem guten Miteinander profitiert am Ende das ganze Team. Wenn beide Teamkollegen auch abseits der Rennstrecke einen freundschaftlichen Umgang miteinander pflegen, sei das der Optimalfall, sagt Klingmann im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com: "Etwa bei Setupfragen weiß Dominik, was ich meine. Andersherum ist es genauso. So kann man unterm Strich besser zusammenarbeiten." Der 22-jährige Baumann stimmt zu: "Auch vom Fahrstil passt es sehr gut. Bei der Autoabstimmung haben wir überhaupt keine Probleme. Wir arbeiten auf das gleiche hin und versuchen gemeinsam, das Beste aus dem Auto herauszuholen."

Nicht selten heißt es in den Fahrerlagern dieser Welt: Unter Rennfahrern gibt es keine Freunde. Baumann und Klingmann bilden da eine angenehme Ausnahme, reisen gemeinsam zu den Rennen und unternehmen auch privat einiges miteinander. Nach dem Saisonauftakt des ADAC GT Masters in Oschersleben besuchte das Duo etwa ein Fußballspiel des FC Bayern in München. "Wir gehen auch gern mal zusammen eine Runde Golf spielen, ins Kino oder zum Essen", sagt Klingmann. "So etwas ist enorm wichtig für das Teambuilding."

Dynamisches Schubert-Duo: Dominik Baumann und Jens Klingmann - Foto: SX Images/Alex Trienitz
Dynamisches Schubert-Duo: Dominik Baumann und Jens KlingmannFoto: SX Images/Alex Trienitz

Sieg bei der 24h-Generalprobe

Der Erfolg gibt ihnen Recht. Beim 24h Qualifikations-Rennen auf dem Nürburgring vor einigen Wochen sicherten sich Klingmann/Baumann/Hürtgen/Tomczyk den Sieg. Generalprobe bestanden vor dem anstehenden prestigeträchtigen Sportwagen-Rennen in der Eifel. Im vergangenen Jahr fuhr das Vierer-Gespann von Schubert Motorsport beim 24h-Rennen auf den sechsten Platz. Diesmal soll es weiter nach vorn gehen.

"Der Sieg beim Qualifikationsrennen für die 24 Stunden hat uns natürlich eine Menge Selbstvertrauen gegeben", sagt Baumann. "Wir wissen, was wir können. Bei einem solch langen Rennen kann natürlich viel passieren. Wir benötigen aber gar nicht so viel Glück - wir dürfen nur kein Pech haben. Wenn alles reibungslos läuft, sollten wir auf jeden Fall ganz vorne mitfahren können."

Der Eifel-Klassiker einmal rund um die Uhr verlangt sowohl den Autos als auch den Piloten alles ab. Doch selbst das härteste Rennen des Jahres gehen Klingmann und Baumann mit einer gewissen Portion Lockerheit an. "Ich finde das sehr wichtig", sagt Klingmann. "Es gab auch andere Zeiten, in denen ich viel verbissener war. Jetzt gehe ich die Rennen entspannter an. Dadurch liefere ich bessere Leistungen ab, weil ich mich wohl fühle. Trotz all des Drucks und der Konkurrenzsituation sollte man eines nie vergessen: Wir betreiben Motorsport, weil wir ihn lieben."